Mirror yourself!

Spiegel, Spiegel in meiner Hand, wo liegt (leakt?) das grösste Datenloch im ganzen Land? Spiegeln hat längst nichts mehr mit Eitelkeit, sondern schlicht mit Existenzsicherung zu tun.  „Fast Play“-Regisseurin Antje Schupp macht in der neuen Folge „Weak Leaks“ vor, wie man sich selber vor dem Verschwinden im Datennichts bewahrt: Mit der perfekte Selbst-Spiegelung zur Sicherung der eigenen Geninformation und der neuronalen Festplatte. Das ist das WikiLeaks-Prinzip: Statt die Daten auf einem einzigen Server abzulegen, werden die Informationen auf unzähligen Mirrors gespiegelt. Mirror yourself! (An dieser Stelle ist ein Gedanke aus Viktor Pelewins Roman „Das fünfte Imperium“ bedenkenswert: Was, wenn wir bzw. unser Hirn nur ein Server ist, der von einer höheren Macht als Mirror benutzt wird und die Daten in unseren Köpfen Teilsummen sind, die sich über einen externen Zugriff zum absoluten Wissen zusammenfügen lassen?)

Es stimmt übrigens: Julian Assange war hier. Er kam, klopfte höflich, sprach wenig – und verteilte wohl dosierte Daten an sorgfältig ausgewählte Personen. Auch er hat sich offensichtlich for his own safety selbst gespiegelt, aber nicht ganz einwandfrei: Bei seinem Auftritt in Basel sah er ziemlich genau so aus wie Schauspieldirektor Elias Perrig. Und, wie zuverlässige Quellen wissen, war Elias Perrig auch Elias Perrig.

Antje Schupp brachte den Schauspielchef tatsächlich dazu,  in seiner Berufsbezeichnung die Hauptbetonung von „Direktor“ auf  „Schauspiel“ zu verlegen. Offiziell als Ersatz „wegen einer Krankheit im Ensemble“, geleakt  „wegen Absprung einer Schauspielerin“.  Möglich, dass ihn die Globalität des Unterfangens gereizt hat: The world is not enough – the universe of information is waiting. Die Lektion: Es kann nie genügend Information geben.  Und: Traue keiner Informationslücke ausser dir selbst.

Open House for Open Minds! Wir empfehlen dazu ein gepflegtes Äusseres à la Julian Assange und das Antj(e)-Schupp(en)-Shampoo.

„Fast Play“, zum letzten Mal am 19. Februar um 21:00h im K6 –

Save the date/Sichert die Daten!

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Comments
One Response to “Mirror yourself!”
  1. Cruz Burch sagt:

    Und deshalb dekorieren die schummrig rote Lounge des Bhnenbildners Wolf Gutjahr nebst Stahlrohrsesseln und einem beeindruckenden Dispositiv an Instrumenten helvetische Klischees wie Milch in Tetrapaks oder einer Tonne und pfel zum Verzehr oder als Requisiten fr den Rtlischwur er wird mit der Tellsage synthetisiert .

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